Über Brasov

Kronstadt (rum. Braşov) wurde bereits 1235 unter dem Namen Corona urkundlich erwähnt. In späteren Aufzeichnungen wurde im Jahre 1252 die Bezeichnung Barasu verwendet, und im Jahre 1288 sogar Brasov. Kronstadt war die wichtigste Stadt im mittelalterlichen Siebenbürgen und zugleich das größte Handelszentrum des XIV. und XVII Jahrhunderts.

Laut der ältesten Urkunde des Kronstädter Staatarchivs aus dem Jahre 1353 – dem Kronstädter Stadtrecht– war die Stadt für ihre blühende Handelstätigkeit und für die Qualität der Waren, insbesondere für die hier hergestellten Waffen berühmt.

Die handelsstarken Zünfte der Handwerker (Goldschmiede, Weber, Tuchmacher, Waffenschmiede, Eisenschmiede, Kupferschmiede, Zinnschmiede usw.) sorgten dafür, dass Kronstadt nicht nur eine Drehscheibe des Fernhandels blieb sondern sich zu einem blühenden Handwerks- und Handelszentrum entwickelte.

Die Stadtmauern wurden in der Bauweise der Zeit mit Basteien, Wehrtürmen und Lagerräumen versehen. Die Stadt beherbergte zahlreiche Werkstätten, Läden, Gasthöfe, Kirchen, Krankenhäuser und Märkte. Das damalige Kronstadt stellte ein Vorbild für die Organisierung und effiziente Nutzung der vorhandenen Ressourcen dar. Von den Denkmälern, die dem Wandel der Zeit standgehalten haben, erwähnen wir:

- Die Schwarze Kirche ist die größte dreischiffige gotische Basilika im Südosten Europas. Ihr Bau wurde im Jahr 1477 abgeschlossen.
- Der alte Marktplatz mit dem Rathausgebäude ist das bekannteste Münzbildnis Kronstadts.
- Die St. Nikolauskirche aus der Kronstädter Obervorstadt („Scheii Brasovului“) wurde im XV.
- Jahrhundert aus Stein gebaut.
- Die erste rumänische Schule
- Die Bartholomäuskirche ist das älteste Gebäude, das im romanischen Übergangsstil erbaut wurde
- Die Weberbastei
- Die Tuchmacherbastei
- Die Graftbastei
- Der Weiße Turm
- Der Schwarze Turm

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Kronstadt ist nicht nur ein wichtiges Industrie-, Handels- und Geschäftszentrum sondern auch ein traditionsreiches Universitätszentrum. Dank der zahlreichen Geschichts- und Kunstdenkmäler gehört diese Stadt zu den wichtigsten Reisezielen des Landes.

Die Schwarze Kirche (XIV-XV. Jahrhunderte) ist das größte gotische javascript://Bauwerk aus Rumänien und beherbergt die größte Orgel des Landes. Jede Woche finden hier Konzerte mit klassischer und vorklassischer Musik statt (das Weihnachtskonzert ist besonders berühmt). An der Südseite der Kirche steht in der Nähe des Glockenturms die Statue des bedeutenden siebenbürgisch-sächsischen Humanisten Johannes Honterus.

Die Zeile „hinter der Graft” (După Ziduri) ist ein Überbleibsel des mittelalterlichen Wehrgürtels, der einst Kronstadt umgab.

Die Kronstädter Burg (Cetăţuia) ist ein Wehrgebäude, das ursprünglich aus Holz und Stein gebaut wurde, um dann im XVIII. Jahrhundert erneut befestigt zu werden, um den Kanonenangriffen standzuhalten. Nachdem sie im Laufe der Zeit verschiedene Zwecke erfüllte, wurde die Burg letztendlich zu einem Restaurant der besonderen Art umgebaut.

In Kronstadt sind fast alle Baustile der nachmittelalterlichen europäischen Architektur vertreten: Gotik, Renaissance, Barock, Klassizismus, Eklektizismus und Art Nouveaux.

Der Weiße Turm und der Schwarze Turm – Der Weiße Turm steht auf einem Felsvorsprung des Raupenbergs und hat eine halbrunde Form, die besseren Schutz gegen Feuerwaffen bietet. Der Schwarze Turm ist etwas älter und hat eine quadratische Form. Beide Türme stellten ehemals strategische Kernpunkte in der Wehrkette der alten Burg dar.

Die Weberbastei ist die am besten erhaltene der 7 Basteien, die im XVI. Jahrhundert in Kronstadt gebaut wurden. Das Bauwerk beherbergt zurzeit eine Ausstellung des Kronstädter Bezirksmuseums für Landesgeschichte, in der ein Modell der mittelalterlichen Kronstädter Burg besichtigt werden kann und auch andere Wehranlagen aus dem Burzenland vorgestellt werden.

Die Kronstädter Obervorstadt („Scheii Braşovului”) ist der älteste und geistlich traditionsreichste Teil von Kronstadt. Hier wurden Nachweise alter rumänischer Zivilisationen gefunden, die schon auf die Vorfahren des rumänischen Volkes, die Daker und Römer, zurück führen. Die Bewohner dieser alten Obervorstadt waren erfahrene Kaufleute deren Handelswege durch die Moldau und Walachei aber auch durch Syrien und Ägypten führten. Sie bauten hier ein rumänisches Zentrum der Kultur und Geistlichkeit auf, das dem Wandel der Zeit standhalten sollte und uns auch heute noch an die wahren Wurzeln des rumänischen Volkes erinnert.

Die St. Nikolauskirche aus der alten Obervorstadt (Schei) stellt eine wahre Kathedrale der orthodoxen Spiritualität dar und wurde durch die Spenden der einheimischen Bewohner und von über 27 Herrschern aus der Walachei und Moldau errichtet und erhalten. Die Kirche steht als architektonischer Beweis des orthodoxen Glaubens der Rumänen.

Die Erste Rumänische Schule - beherbergt heute ein Museum, das der rumänischen Geistlichkeit aus der Kronstädter Obervorstadt (Schei) gewidmet ist und verschiedene Ausstellungen zu der Geschichte des Buchdrucks (alte Manuskripte, Erstausgaben, die von Coresi gedruckten Bücher) umfasst. Ein Klassenzimmer der Ersten Rumänischen Schule aus Siebenbürgen präsentiert eine Ausstellung, die der Kronstädter Reiterjugend “Junii Brasovului“ gewidmet ist. Im Hof der ersten rumänischen Schule befindet sich die Statue des Diakons Coresi, dem Vater des rumänischen Buchdrucks aus Siebenbürgen, der 1570 das erste Buch in rumänischer Sprache druckte. Mit seinen Druckwerken wurde auch die rumänische Literatursprache geboren.

Das Kunstmuseum bietet eine sehr reiche Kunstsammlung von Werken rumänischer und ausländischer Künstler und organisiert vor allem Ausstellungen für bildende Kunst mit Werken einheimischer Künstler. Gelegentlich können hier jedoch auch umfangreiche Wanderausstellungen z.B. mit Werken von Dali und Miro besichtigt werden.

Das Waisenhausgässer Tor (Poarta Schei) wurde zwischen 1827-1828 im klassischen Stil in Form eines Triumphbogens gebaut.

Das Katharinentor ist ein wahres architektonisches Juwel und wurde im Jahre 1559 erbaut. Die vier Türme stehen als Symbole der Selbstverwaltungsrechte der königlichen Kronstädter Freiburg und der Blutgerichtsbarkeit des Kronstädter Stadtrichters (ius gladii). Das im XV. Jahrhundert erbaute Rathaus steht stolz im Mittelpunkt des alten Marktplatzes der Stadt. Es beherbergt zur Zeit das Kronstädter Bezirksmuseum für Landesgeschichte, mit seinen vier Abteilungen: Archäologie, mittelalterliche, moderne und zeitgenössische Geschichte.

Die Bartholomäuskirche ist das älteste Baudenkmal der Stadt. Die Kirche wurde im Jahr 1228 von den Zisterzienser Mönchen in einem gemischten Baustil mit romanischen und gotischen Elementen, der unter dem Namen Zisterzienserstil bekannt wurde, gebaut. An der südlichen Seite der Kirche befindet sich eine Sonnenuhr.

Das Museum „Casa Muresenilor“ bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten der modernen Geschichte, darunter eine Erstausgabe der ersten politische Zeitung Rumäniens, der Gazeta de Transilvania (1838). Der erste Besitzer und Herausgeber der Zeitung war Iacob Mureşianu, dessen Tätigkeit nach 1868 von George Bariţiu fortgesetzt wurde. Die „Gazeta de Transilvania“ wird auch noch heute herausgegeben.